Der Goldene Sattel
Der „Goldene Sattel – HGW Nachwuchsförderpreis“ Sprungbrett in den großen Sport
Er gilt als die interessanteste Springprüfung im Nachwuchsbereich: Der „Goldene Sattel“, 1986 von Hans Günter Winkler und Herbert Meyer initiiert.
Der „Goldene Sattel“ soll eine Auszeichnung für den besten deutschen Nachwuchsspringreiter oder –reiterin eines jeden Jahres sein. Vier Reiterinnen und Reiter werden aufgrund ihrer Erfolge in schweren Springen oder bei Nationenpreisen für den „Goldenen Sattel – HGW Nachwuchsförderpreis“ nominiert.
Der Sieger wird in einem Stilspringen mit Pferdewechsel ermittelt. Beurteilt werden Sitz und Einwirkung, Einfühlungsvermögen, Rhythmus und Harmonie in der Bewegung ebenso wie die reelle Grundausbildung der Pferde, persönliches Auftreten und Horsemanship.
Sinn und Zweck dieser Auszeichnung ist es, dass der deutsche Springstil, elegant und effektiv über schwere Parcours zu reiten, gefördert wird.
Ein Blick in die Teilnehmer- und Siegerlisten des „Goldenen Sattels“ beweist, dass viele der heute im internationalen Sport erfolgreichen Reiter in dieser Prüfung ihr Können gezeigt haben, wie Markus Beerbaum, René Tebbel, Markus Ehning und Christian Ahlmann.
Der besondere Reiz dieser Prüfung ist der Pferdewechsel. Hier kann man hervorragend sehen, wie gut sich die Talente innerhalb kürzester Zeit auf völlig fremde Pferde einstellen können.
Der erste Sieger war 1986 Hauke Luther, der bis einschließlich 2000 in 20 Nationenpreisen für Deutschland an den Start ging. 1987 brachte René Tebbel das Kunststück fertig und gewann in einem Jahr den „Goldenen Sattel“ und den Großen Preis von Deutschland.
Markus Beerbaum, Gewinner des „Silbernen Sattels“ 1991, Markus Merschformann und Markus Ehning, die 1992 den „Goldenen“ bzw den „Silbernen Sattel“ gewannen, sind seither für Deutschland erfolgreich in Nationenpreisen und Championaten gestartet. Ehning gewann als Krönung seiner bisherigen Laufbahn in Sydney Olympisches Mannschaftsgold und den Weltcup 2003 und 2006, als dritter Deutscher Reiter nach Ludger Beerbaum und Otto Becker.
Alois Pollmann-Schweckhorst „Silberner Sattel“ 1987, Fritz Fervers und Lutz Gripshöver „Goldener und Bronzener Sattel“ 1990, Christian Ahlmann, „Bronzener Sattel“ 1991, Toni Hassmann und Björn Nagel „Goldener und Bronzener Sattel“ 1993 können allesamt große Erfolge verweisen. In den letzten Jahren haben sich zudem Hans-Günther Goskowitz, Johannes Ehning, Mylene Diedrichsmeier durch erfolgreiches Reiten immer mehr in den Vordergrund gesetzt. Hier zeigt sich bei allen der Erfolg der kontinuierlichen Nachwuchsförderarbeit.
In den Augen des ehemaligen Bundestrainers Herbert Meyer sind die Nachwuchsprüfungen, zu denen seit 1986 der „Goldene Sattel“ gehört, für die jungen Reiter Sprungbrett in den großen Sport: „Eine erfolgreiche Teilnahme an den Nachwuchsprüfungen ist beinahe schon eine Garantie für einen Platz in der Mannschaft“.
Sieger 2009: Sarah Nagel-Tornau
